Presse aktuell
21.04.2018, 23:11 Uhr | RZ Kreis Altenkirchen, 21.04.18, Seite 11 - von: Jürgen Heyden
Kampf gegen Keime erfolgreich fortgeführt
Gesundheit - MRE-Netzwerk vergibt Qualitätssiegel

Im Kampf gegen die Verbreitung multiresistenter Erreger (MRE) hat sich der Kreis Altenkirchen gemeinsam mit den Landkreisen Westerwald und Rhein-Lahn zu einem Netzwerk zusammengeschlossen. Jetzt fand im Kreishaus in Bad Ems die inzwischen dritte Zertifikatsverleihung mit dem MRE-Qualitätssiegel statt, mit guten Nachrichten für viele Einrichtungen im AK-Land.

Sie eint der Kampf gegen multiresistente Keime: Vertreter der rezertifizierten und zertifizierten Betriebe aus den drei beteiligten Landkreisen. Foto: Heyden
Kreis Altenkirchen -

Heute sind es elf Akutkrankenhäuser, 26 Altenheime sowie acht ambulante Pflegedienste, die sich dem Netzwerk angeschlossen und das Qualitätssiegel erhalten haben. Die leitende Amtsärztin im Rhein-Lahn-Kreis, Roswitha Kästner, begrüßte zur Feierstunde im Bad Emser Kreishaus die Erste Beigeordnete des Rhein-Lahn-Kreises, Gisela Bertram, sowie Dr. Klaus Jahn (Referatsleiter beim Gesundheitsministerium des Landes), Netzwerkkoordinator Medizinalrat Dr. Wolfgang Dörwaldt und den Landrat des Kreises Altenkirchen, Michael Lieber.

Bertram erinnerte daran, wie das MRE-Netzwerk dieser drei Landkreise sich der Problematik gestellt habe. Das Netzwerk zeichne sich durch ein nachhaltiges Konzept zur Bekämpfung multiresistenter Erreger aus. Lieber erklärte, es sei ein toller Erfolg, „dass von den ersten sechs Pflegediensten aus dem Landkreis Altenkirchen jetzt bereits fünf rezertifiziert werden können“. Die Bekämpfung der multiresistenten Erreger ist eine komplexe Aufgabe, zu der Krankenhäuser, Arztpraxen sowie ambulante und stationäre Pflegeeinrichtungen per Landesverordnung verpflichtet sind, sagte Klaus Jahn. Aber: „Eines ist klar, Krankenhauskeime verschwinden nicht durch Gesetze und Verordnungen. Sie verschwinden nur, wenn alle wirksamen Maßnahmen mit hohem Engagement umgesetzt werden“, so Jahn. Ziel der Projekte sei die Senkung und Reduzierung der Weiterverbreitung antibiotikaresistenter Bakterien in den drei Landkreisen, betonte er. Dazu sei die Einbeziehung möglichst vieler Institutionen eine unabdingbare Voraussetzung. Als ein deutlich sichtbares Zeichen dafür, dass das Bewusstsein wachse, sei die Tatsache, dass sich der Verbrauch an Handdesinfektionsmitteln nahezu verdoppelt habe.

Rezertifiziert wurden fünf Altenpflegeheime aus dem Landkreis Altenkirchen: das DRK Seniorenzentrum Altenkirchen, das Alten- und Pflegeheim Haus Mutter Teresa in Niederfischbach, das Senioren- und Pflegeheim St. Hildegard in Wissen, das Marienhaus-Altenzentrum St. Josef in Betzdorf sowie das Alten- und Pflegeheim St. Vinzenzhaus in Gebhardshain.

Zertifiziert wurden alle sechs Dialysepraxen der drei Landkreise: die medizinischen Versorgungszentren Nephrocare in Betzdorf und in Helmenzen, die nephrologische Schwerpunktpraxen und Dialysezentren in Dernbach, Hachenburg und Westerburg sowie die Rhein-Lahn-Dialyse Bad Ems.

Vor diesem Hintergrund sparte Dr. Jahn in seiner Ansprache nicht mit Lob: „In den drei Landkreisen werden die Vorgaben von Bund und Ländern vorbildlich umgesetzt.“

CDU Deutschlands CDUPlus Online spenden Deutscher Bundestag
Angela Merkel CDU.TV Newsletter CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag
Angela Merkel bei Facebook
© Dr. Peter Enders MdL  | Startseite | Impressum | Datenschutz | Kontakt | Inhaltsverzeichnis | Realisation: Sharkness Media | 0.02 sec. | 162409 Besucher