Presse aktuell
23.11.2018, 23:06 Uhr | RZ Kreis Altenkirchen, 23. November 2018
„Feuerwehr-Rente“: Auch DRK interessiert
Andere Hilfsorganisationen melden Ansprüche an
„Feuerwehrrente“ für Ehrenamtliche? In zwei Verbandsgemeinden im AK-Land wurde von der SPD-Fraktion eine Rentenversicherung für freiwillige Feuerwehrleute vorgeschlagen. Damit soll den aktuellen Nachwuchssorgen entgegengewirkt sowie der Brandschutz langfristig sichergestellt werden. Am Rande einer außerordentlichen Kreisversammlung des DRK-Kreisverbandes Altenkirchen schlug man nun in dieselbe Kerbe.
Der geschäftsführende Vorstand des DRK-Kreisverbandes, Landrat Michael Lieber als Präsident (l.), Vizepräsident Peter Enders (r.) und Kreisgeschäftsführer Alfons Lang (2. v. r.) sowie die Vertreter der Kreisbereitschaftsleitung, Steffen Nilius und Stefan
Kreis Altenkirchen -

Seitens der Kreisbereitschaftsleitung wurde angeführt, dass die Probleme, die bei der Feuerwehr genannt werden, auch im Deutschen Roten Kreuz vorherrschen. Positiv wurde vermerkt, dass die Problematik grundsätzlich erkannt und in der Kommunalpolitik diskutiert wird.

Neben der Feuerwehr sollte man jedoch auch andere Hilfsorganisationen wie das Technische Hilfswerk, die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) oder auch das DRK nicht vergessen, so die Anmerkung der Kreisbereitschaftsleitung. Der DRK-Kreisverband Altenkirchen wirkt im AK-Land im Katastrophenschutz mit. So waren Helfer des DRK etwa beim Unwettereinsatz am Fronleichnamstag im Raum Betzdorf/Kirchen mit verschiedenen Einheiten im Einsatz. Aber auch bei größeren Einsätzen der Feuerwehr wird meist ein DRK-Ortsverein parallel zur Sicherstellung der medizinischen Erstversorgung mit- oder nachalarmiert. Für die aktiven Helferinnen und Helfer vom Roten Kreuz oder anderen Hilfsorganisationen wäre es demnach äußerst demotivierend, wenn hier mit zweierlei Maß gemessen wird. Die Folge könnte sein, dass sich in Zukunft vielleicht interessierte Personen überlegen, für welche Gemeinschaft sie ihre Freizeit opfern. Ein Grundsatz des Deutschen Roten Kreuzes ist die Freiwilligkeit. Genau wie die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren leistet jeder Rotkreuzler seinen Dienst daher ehrenamtlich und erhält keine Entschädigung für diese Zeit.

Der DRK-Kreisverband möchte aufzeigen, dass es auch noch weitere beteiligte Organisationen im Katastrophenschutz gibt. „Mit der Feuerwehr arbeiten wir Hand in Hand. Keineswegs möchte man einen Keil zwischen die beiden Hilfsorganisationen treiben“, heißt es. Innerhalb der DRK-Diskussionsrunde war der einstimmige Tenor, dass die eventuelle Einführung einer Feuerwehrrente nicht das Ende des eingeschlagenen Weges sein darf. Nach Ansicht des DRK-Kreisverbandes sollte man diese Überlegung mit allen Hilfsorganisationen, die im Katastrophenschutz mitwirken, an einem Runden Tisch diskutieren.

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