Presse aktuell
22.05.2018, 22:40 Uhr | Eigener Pressebericht
Armes Ehrenamt – auch im Musikbereich

Der Widerspruch liegt auf der Hand. Das Land rühmt sich, ehrenamtliche Tätigkeiten zu fördern, richtet eine Ehrenamtsstelle in der Staatskanzlei ein und spart bei der Förderung der Gruppen, die Unterstützung dringend brauchen. Das gilt auch für den Musikbereich.

Es fehlen Investitionen in die Musikkultur, weil das Land keine größere Unterstützung für die Laienmusikverbände zur Verfügung stellt! Natürlich unterstützt das Land die Musik- und Chorvereinigungen durch Landeszuschüsse an die Laienmusikverbände und rühmt sich dessen sehr. Aber seit vielen Jahren sind diese Zuschüsse nicht mehr erhöht worden. Rechnet man die Kostensteigerung ein, dann hat sich dieser Zuschuss in den letzten 25 Jahren fast halbiert. Damit ist klar: viele Vereine werden weiterhin Schwierigkeiten haben, ihren Verein innovativ nach vorne bringen zu können. Die Anzahl der Vereine mit Musikern und Sängern wird weiter zurückgehen. Der Erhalt einer flächendeckenden Musikvereinskultur wird immer schwieriger werden. Das fehlende Bekenntnis der Landesregierung und der Regierungsparteien ist in der letzten Plenardebatte sehr deutlich geworden. Es diskreditiert auch das große ehrenamtliche Engagement in diesem Bereich.

Der Antrag der CDU auf Erhöhung der Fördermittel wurde abgelehnt. Lediglich die Musikschulen schaffen es in eine Prüfung, ob eine Erhöhung der Zuschüsse möglich ist.

„Die CDU wird sich dennoch weiterhin dafür einsetzen, dass der Landeszuschuss für die Laienmusikverbände nach oben angepasst wird. Ebenso erachten wir den Vorschlag des Landesmusikrats, einen Laienmusikfond einzurichten, um kleinere Projekte von Musikvereinen und Chören unterstützen zu können, als absolut sinnvoll und notwendig.“, so die Landtagsabgeordneten Peter Enders und Michael Wäschenbach.

„Das Land muss den Vereinen im Musik- und Kulturbereich finanziell zur Seite stehen, sonst bricht uns ein wichtiger Bestandteil unseres gesellschaftlichen Zusammenlebens weg. Dafür setzen wir uns ein. Von einem Minister für Kultur erwarten wir, dass er die rheinland-pfälzische Musik- und Kulturlandschaft entsprechend unterstützt.“, betonen Peter Enders und Michael Wäschenbach.

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